Der steinige Weg zum Haus

Nicht jeder träumt davon, ein Haus neu zu bauen. Allein die Suche nach dem passenden Grundstück kann schwierig werden. Trotz sorgfältiger Planung und Spielraum für individuelle Wünsche entscheiden sich viele Menschen dazu, ein Haus zu kaufen und zu sanieren. Was dafür und dagegen spricht, wird im Folgenden beleuchtet.

 

Was spricht dafür, ein Haus zu sanieren und zu modernisieren?

Oft sind es emotionale Gründe, warum man sich für ein älteres Haus entscheidet. Entweder ist es das Elternhaus und möchte seine eigenen Kinder dort aufwachsen sehen, oder man hat sich bereits während der Besichtigung in den Charme und die solide Bauweise des Hauses verliebt. In beiden Fällen ist ein gründliches Gutachten zu empfehlen, was die Energieeffizienz angeht. Es kann sich durchaus lohnen, die eigenen Vorstellungen umzusetzen, allerdings sind Prioritäten zu setzen. Ist nur ein kleinerer Umbau nötig um den Ansprüchen zu genügen, spart man am Ende viel Geld gegenüber einem Neubau. Die Kosten für beispielsweise einen Grundstückskauf und die Erschließung entfallen. Diese können für die Renovierung und Modernisierung verwendet werden. Zuletzt kann es ökologisch sinnvoll sein, ein bestehendes Haus aufzuwerten, wenn es nicht gerade die Entsorgung von umweltbelastenden Materialien wie zum Beispiel Asbest beinhaltet.

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Bei welchen Aspekten sollte man auf eine Sanierung verzichten?

Gegen eine Modernisierung sprechen oft die Finanzen. Wichtig ist, einen professionellen und ehrlichen Überblick über seine Posten für die Sanierung zu haben. Häuser aus den 1950er Jahren sind derzeit gerade in ländlichen Gegenden beliebt. Hier sollte man circa 40 Prozent des Kaufpreises für das Sanierungsbudget berücksichtigen. Meist geben Bauherren am Ende mehr Geld aus, als vorab eingepant war. Nervenaufreibend wird es, wenn unvorhergesehene Probleme auftreten bei alten Leitungen, Dächern, Heizungsanlagen und Rohren. Nicht selten kommt es zum Sanierungsstau, auch bei Teilsanierungen. Denkmalgeschützte Bauten sind besonders aufwendig und können ein großes Loch in die Finanzen reißen.

 

Wann ist es besser, zu bauen?

Ein neues Haus zu bauen, gilt als Investition, Sicherheit und als “Rundum Sorglos Paket”. Das kann es sein, wenn man sich im Klaren ist, dass es ebenso aufwändig sein kann. Jeder Schritt muss vom Bauherren abgesegnet werden. Es liegen Verantwortung und Entscheidungen bei den Bauherren und eine Bauphase kann an den Nerven zerren. Allerdings sprechen die Vorteile für sich. Man hat keine Probleme mit alten Leitungen oder dem denkmalgeschützten Fachwerk. Der Grundriss, der Zuschnitt der Räume sowie die Schindeln und Klinker werden individuell ausgesucht und werden exakt den Bedürfnissen der neuen Bewohner angepasst. Sich so seinen Traum vom Haus zu erfüllen, bildet den Reiz beim Neubau.