Für das Bad müssen Sie etwa drei bis fünf Mal so hohe Kosten ansetzen, wie für ein normales Zimmer. Im Gegensatz zu früher dient es heute nicht mehr nur zur Körperpflege, sondern mehr und mehr als Raum zum Wohlfühlen und Entspannen. Durch eigene Arbeiten können Sie etwa 20 Prozent der Kosten sparen, durch eine entsprechende Materialauswahl noch weit mehr.
 
Die heutigen Klebetechniken erlauben es auch dem ungeübten Heimwerker, Wände zu fliesen und Bodenbeläge zu verlegen.
 
Installationsarbeiten sollten aus Sicherheitsgründen vom Fachmann durchgeführt werden. Erfahrene Selbstbauer können jedoch die Vorarbeiten selbst machen, z.B. Wände und Decken durchbrechen sowie Schlitze bohren.
 
Waschbecken, Spülkasten oder Spiegelschränke können ebenfalls leicht selbst montiert werden.
 

Ob man das gesamte Bad bis zur Decke fliest oder nur die Bereiche Dusche, Waschbecken und Badewanne, ist eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels. Das voll geflieste Bad ist eine Lösung „aus einem Guss“. Es ist wertbeständig, leicht zu pflegen und außerdem fachgerecht ausgeführt – eine Garantie für ausreichenden Feuchtigkeitsschutz. Wer sparen will, kann sich aber auch darauf beschränken, nur die eigentlichen Nassbereiche zu fliesen. Für die verbleibenden Wandflächen kommt eine wasserfest gestrichene oder lasierte Holzschalung mit Hinterlüftung in Frage.

 
Im Prinzip können Sie den Wandputz auch direkt mit einer wisch- und waschfesten Dispersionsfarbe anstreichen und bei Bedarf später fliesen. Für den Boden sollten Sie entsprechende Bodenfliesen verwenden. Wandfliesen halten die Belastung nicht aus. Eine Alternative ist auch ein Gummi- oder Linoleumbelag. Wenn Sie sich dafür entscheiden, müssen Sie aber besonders gut abdichten. Sonst macht die billigere Lösung am Ende viel Ärger.
 
Eine Badewanne mit Duschabtrennung spart die Kosten für eine extra Dusche, ohne dass Sie auf den Badekomfort verzichten müssen. Auch wer wenig Platz hat und statt der Wanne nur eine Dusche einbauen möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Becken.
 
Ein tiefes Duschbecken lässt sich unter Umständen auch als Sitzbadewanne nutzen und in jedem Fall als Wasser sparende Kinderbadewanne. Dagegen erleichtert ein flaches Becken älteren oder behinderten Menschen den Einstieg.
 
Auch bei den Armaturen ist der preisliche Spielraum sehr groß. Lassen Sie sich nicht von ausgefallenen Details und exklusivem Bedienungskomfort blenden. Eine standardmäßig ausgeführte Einhand-Mischarmatur reicht meist aus. Angenehm aber nicht ganz billig ist eine thermostatgesteuerte Warmwasserregelung, bei der die Wassertemperatur gleichbleibt, unabhängig vom Wasserdruck.
 
Bedenken Sie: Je kostspieliger die Einbauten, desto teurer auch die Reparatur oder das Auswechseln. Achten Sie darauf, genügend Ablageflächen einzuplanen, damit das Fensterbrett nicht als Ablage genutzt werden muss. Das Fenster muss zum Stoßlüften frei bleiben.