Die Geschossdecke muss nicht nur Lasten tragen, sie unterstützt auch die Standsicherheit des Hauses, indem sie die Wände stabilisiert. Ein wichtiger Punkt bei der Deckenkonstruktion sind die Spannweiten zwischen den tragenden Wänden. Liegen sie über 4,50 Meter müssen aus statischen Gründen die Decken stärker als normal ausgelegt werden. Das ist ein Kostenfaktor, den Sie schon bei der Planung berücksichtigen sollten.
 
Außerdem müssen Decken dafür sorgen, dass das Geräusch von Schritten, Musik oder sonstiger Lärm nicht oder nur sehr gedämpft in die unteren Räume dringt. Damit nicht genug: Insbesondere gegen unbeheizte Keller oder nicht ausgebaute Dachräume wirken Geschossdecken als Wärmedämmung. Und sie haben eine wichtige Funktion als Brandschutz.
 

Diese vielfältigen Aufgaben erfüllen Decken aus Stahl-, Bims oder Porenbeton optimal. Sie haben den Vorteil, dass Brandschutz und Luftschalldämmung sozusagen automatisch mit eingebaut sind. Für die meisten Grundrisse lassen sich komplett vorgefertigte Deckenelemente verwenden. Diese Bauweise spart Geld und wertvolle Zeit: Die Betonteile werden im Werk gefertigt und müssen auf der Baustelle nur noch mit Hilfe eines Krans verlegt werden. Eine weitere Möglichkeit sind Element- oder Gitterträgerdecken, die teilvorgefertigt zur Baustelle kommen. Auch diese Decken setzt ein Kran auf das Mauerwerk auf. Anschließend werden sie bis zur endgültigen Deckenstärke mit Ortbeton aufgefüllt.
Die optimale Schalldämmung bietet eine Betondecke mit so genanntem schwimmendem Zementestrich. Andererseits gilt: Je weniger Schichten eine Geschossdecke hat, desto geringer fallen die Kosten aus. Wer hier sparen will, kann im selbst genutzten Eigenheim beim Estrich auf die Trittschalldämmung verzichten und stattdessen einen Schall schluckenden Bodenbelag verwenden. Dafür kommt z.B. Kork oder auch ein weicher Wollteppich in Frage.

 

Geschossdecken müssen nicht nur Lasten
tragen, sie stabilisieren
auch die Wände.
 
Die Holzbalkendecke, auch als „leichte Decke“ bezeichnet, wird getragen von Holzbalken und besteht in der Regel aus einer Spanplatte als Oberschicht, einer Holzverschalung als Unterschicht und dazwischen liegenden Dämmmaterialien. Einfache Holzbalkendecken sind relativ preiswert und auch für den Selbstbauer geeignet.
 
Man kann sie im Laufe der Zeit stufenweise verbessern, beispielsweise durch Hinzufügung von Dämmschichten. Generell jedoch darf man bei einer Holzbalkendecke keine allzu hohen Ansprüche an den Schallschutz stellen. Außerdem müssen Sie auf die Spannweite achten: Sie sollte bei Holzbalkendecken vier Meter nicht übersteigen.