Agio
Aufgeld. Differenz zwischen dem Nennwert und dem Kurswert eines Wertpapiers. Bei Darlehen mitausgezahlter Aufschlag auf den Nominalbetrag des Darlehens. Gegensatz: Disagio.
Annuitätendarlehen
Das Annuitätendarlehen ist die häufigst genutzte Form der Kreditaufnahme bei Immobilien. Bei Annuitätendarlehen wird eine konstante Rate, die Zins- und Tilgungsanteil beinhaltet, gezahlt. Durch den in der Rate enthaltenen Tilgungsanteil erfolgt mit fortschreitender Laufzeit eine Erhöhung desselben, da sich die Zinsen bei schrittweiser Tilgung verringern.
Baugenehmigungsverfahren
Ohne schriftliche Erklärung der zuständigen Baubehörde ist die Errichtung, die Veränderung oder der Abriss von Gebäuden nicht gestattet. Anhand des eingereichten Antrags prüft die Behörde, ob dem Bauvorhaben geltende öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen, beispielsweise Auflagen nach dem Bebauungsplan. Die einzureichenden Unterlagen umfassen neben dem Antrag auf Baugenehmigung Baubeschreibung, Baupläne, Lageplan u.s.w.; sie müssen in zwei- bis dreifacher Ausfertigung vorgelegt werden.
Beleihungswert
Die Höhe des möglichen Darlehens hängt vom so genannten Beleihungswert ab. Dieser wird nach der Beleihungsrichtlinie der jeweiligen Kreditinstitute ermittelt. Der Beleihungswert soll den langfristig erzielbaren Wiederverkaufswert darstellen.
Beton
Gezielt hergestellter Stein, der aus Zement, Wasser und Zuschlagstoffen wie beispielsweise Sand oder Kies besteht. Dabei spielt der Zement die Hauptrolle: Er bildet zusammen mit Wasser den Zementleim, der die Zuschlagstoffe zu einem festen Gestein verbindet. Es gibt unterschiedlichste Betonrezepturen, die sich jeweils am speziellen Einsatz des Baustoffs orientieren. Für die Herstellung von Beton sind eine Vielzahl von Normen und Bauvorschriften maßgeblich.
Betonfertigteile
Darunter versteht man Bauteile, z.B. Fundamente, Treppen, Stufen, Fenster oder Fassadenteile aus Beton, die im Werk vorgefertigt werden. Aus großformatigen Betonfertigteilen werden Decken, Wände und Dächer zusammengesetzt. Nach den Vorgaben von Architekten, Bauherren und Handwerkern werden sie in einer Fabrik hergestellt und später auf der Baustelle montiert. Systemhäuser werden im Rohbau komplett aus solchen Elementen zusammengesetzt.
Betondachsteine
Betondachsteine werden seit etwa 40 Jahren industriell produziert und gehören zu den jüngsten Dachdeckungs-Materialien.  
Dachstuhl
Bei der Sparrenkonstruktion bilden die schrägen Holzbalken (Sparren) ein Dreieck mit der Geschossfläche. Dadurch gibt es keine Stützen, die den Dachraum versperren. Das Gebäude darf nicht breiter als acht Meter sein und die Dachneigung muss mindestens 22 Grad haben.
Beim Kehlbalkendach werden die gegenüberliegenden Sparren durch quer liegende Balken (Kehlbalken) verbunden. Es eignet sich für Steildächer mit hohen Spannweiten.
Beim Pfettendach lagern die Sparren auf Balken, die in Gebäudelängsrichtung, also rechtwinklig zu den Sparren angeordnet sind. Die Pfetten ruhen zudem auf Stützpfosten.
Dachziegel
Sie bestehen aus gebranntem Ton und sind ein haltbares Dachdeckungsmaterial mit langer Tadition.  
Disagio (Damnum)
Das Disagio bzw. Damnum ist ein Abschlag vom Darlehen, welchen das Kreditinstitut bei der Auszahlung einbehält. Da hier die volle Nominalschuld zu verzinsen und zu tilgen ist, erhält der Darlehensnehmer einen günstigen Nominalzins. Durch ein Disagio kann die anfängliche Kreditrate gesenkt werden. Dies führt aber zu einer höheren Restschuld am Ende der Zinsbindungsfrist.
Effektivzins
Der effektive Jahreszins beziffert, angegeben in Prozenten pro Jahr, die Gesamtkosten eines Kredits. Er weicht in der Regel von dem im Kreditvertrag enthaltenen Nominalzins ab. Bei Darlehen, deren Konditionen sich nicht auf die gesamte Darlehenslaufzeit beziehen, spricht man von einem „anfänglichen effektiven Jahreszins“. Die Preisangabenverordnung verpflichtet zur Angabe eines Effektivzinses und schreibt die Berechnungsmethode vor. Einzubeziehende sind danach Kostenbestandteile wie Nominalzins, Agio und Disagio, Bearbeitungsgebühren, Kreditvermittlungskosten und Prämien für Restschuldversicherungen. Allgemeine Kontoführungsgebühren, Schätzgebühren und Kosten der Besicherung hingegen sind nicht einbezogen und können zusätzlich berechnet werden.
Kalksandstein
Dieser Stein besteht aus Kalk, Quarzsand und Wasser. Er wird im Gegensatz zum Ziegel nicht gebrannt, sondern gepresst und unter Dampfdruck gehärtet. Kalksandsteine ermöglichen eine große Maßgenauigkeit und bieten scharfkantige, plane Oberflächen.
Leichtbeton
unterscheidet sich von Normalbeton dadurch, dass er durch Lufteinschlüsse ein besonders geringes Gewicht erhält. Die Lufteinschlüsse werden z.B. durch die Zugabe von Naturbims, Blähton oder Blähschiefer erzeugt. Leichtbetonsteine gibt es in unterschiedlichsten Formaten. Leichtbeton findet dort Anwendung, wo eine besondere Wärmedämmung und/oder ein geringes Gewicht erforderlich sind.
Massivabsorber
Ein Bauteil aus Beton, das als Wärmeabsorber ausgebildet ist. Der Massivabsorber ist Bestandteil einer Wärmepumpen- Heizanlage: Eine Wärmepumpe entzieht dabei dem im Absorber zirkulierenden Flüssigkeitskreislauf Wärme.
Massivbauweise
Darunter versteht man das Bauen mit Beton- und Leichtbetonfertigteilen, mit Transportbeton und mit Mauerwerk aus Beton- oder Leichtbetonsteinen sowie Ziegel und Kalksandstein. Massivhäuser sind besonders stabil und wertbeständig.  
Massivdach
Massivdächer ersetzen den Holzbalkendachstuhl. Sie werden aus großformatigen Beton-Dachplatten montiert, die mit einer Dämmung versehen und mit Dachsteinen eingedeckt werden. Massivdächer weisen in Sachen Lärmschutz, Wärmedämmung und Raumklima sehr gute Werte auf. Und sie bieten erhöhte Sicherheit vor Brand- und Sturmschäden.
Niedrigenergiehaus
Ein Niedrigenergiehaus darf maximal 75 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr verbrauchen. Damit unterschreitet es die Vorgaben der Wärmeschutzverordnung von 1996 um 25%. Zum Vergleich: Häuser im Bestand benötigen nicht selten bis zu 400 Kilowattstunden. Nach der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) ist der Niedrigenergiestandard inzwischen für Neubauten verpflichtend.
Normalbeton
Beim Normalbeton sind die Zuschläge Sand oder Kies. Die Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert. Oft bestehen Fundament, Bodenplatte, Kellerwände und Treppen eines Hauses aus Normalbeton. Für die Wände oberhalb des Kellers kann statt Normalbeton auch Leichtbeton verwendet werden.
Ortbeton
ist Beton, der an dem Ort erhärtet, an dem er verbaut wird. Beim Eigenheimbau wird Ortbeton in der Regel als Transportbeton mit Mischfahrzeugen auf die Baustelle gebracht oder an Ort und Stelle als Baustellenbeton gemischt.  
Passivhaus
Das Passivhaus ist eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses und wird weitestgehend von der Sonne erwärmt. Durch die Qualität der Gebäudehülle, durch moderne Haustechnik und die bestmögliche Ausnutzung der (Sonnen-) Energie wird der zusätzliche Heizwärmebedarf eines Passivhauses auf maximal 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche begrenzt.  
Porenbeton
nennt man einen Beton, der auch im erhärteten Zustand Luftporen im Gefüge enthält. Er wird aus fein gemahlenem Quarzsand und Kalk sowie Zement und Wasser als Bindemittel hergestellt. Für die Porenbildung verwendet man Aluminiumpulver oder -paste.
Stein-auf-Stein-Bauweise
Bei dieser Bauweise werden die Wände aus einzelnen Steinen gemauert. Dabei kann es sich um Ziegel, Kalksandsteine oder Betonsteine handeln. Das Mauerwerk muss aus einem Material errichtet werden, um Schäden zu vermeiden.
Systemhaus
Systemhäuser aus Beton bestehen aus großformatigen Betonfertigteilen. Sie werden nach den Vorgaben von Architekten und Bauherren maßgeschneidert im Fertigteilwerk produziert, anschließend zur Baustelle transportiert und dort montiert. Systemhäuser sind keine „Fertighäuser“ – die sind überwiegend mit tragenden Holzkonstruktionen ausgestattet – sondern vollwertige Massivhäuser. Ihr großer Vorteil ist die kurze Bauzeit.
Tilgungsdarlehen
Bei Tilgungsdarlehen ist der Tilgungsbetrag konstant und da sich die Zinsen bei fortlaufender Tilgung verringern, sinkt die Belastung, die aus Zins und Tilgung besteht. Sonderkredite, z.B. KfW-Darlehen sowie von Banken angebotene Tilgungsdarlehen, die aus der Eigenheimzulage getilgt werden, sind typische Beispiele.
Tilgungsfreie Darlehen
Bei tilgungsfreien Darlehen werden während der Laufzeit nur Zinsen gezahlt. Die Höhe der Kapitalschuld bleibt unverändert, da im Normalfall erst auf einmal durch eine Lebensversicherung oder einen fälligen Bausparvertrag getilgt wird. Zu beachten ist hier, dass insbesondere bei längeren Laufzeiten aufgrund der Tilgungsvoraussetzung eine gleich bleibend hohe Zinsbelastung entsteht.
Transportbeton 
wird außerhalb der Baustelle gemischt und in Fahrmischern zur Baustelle gebracht. Dort wird er mit Hilfe einer Betonpumpe aufgebracht und frisch verarbeitet.
Zement
besteht aus Kalkstein oder Kreide und Ton. Diese Materialien werden gebrannt und gesintert: Das heißt, das Mehl wird auf mehr als 1.400 Grad erhitzt und beginnt dann teilweise zu schmelzen. Das Brennprodukt, der so genannte Klinker, wird gekühlt und danach gemahlen. Je nach den Eigenschaften, den der Zement haben soll, werden unterschiedliche Zusatzstoffe beigemischt.
Ziegel
Sie werden aus Ton und Lehm geformt und dann gebrannt. Ziegel gibt es mit unterschiedlichem Gewicht und Dichtegrad. Bestimmte Ziegelarten sind frostbeständig, andere vetragen keinen Frost und müssen deshalb bei der Verwendung im Außenmauerbereich verputzt werden.