Stilvolle Fenster verschönern die Fassade und auch die Innenräume. Heutzutage fallen jedoch alte Rahmen oft praktisch-modernen Lösungen zum Opfer. Es gibt aber handwerkliche Kniffe und Tricks, alte Fenster und Rahmen zu erhalten und zu isolieren, statt sie herauszureißen und etwa Sprossenfenster durch großflächige Verglasung zu ersetzen. Vor dem Einbau neuer Fenster sollte sowieso beim Bauamt nachgefragt werden, ob eine Genehmigung erforderlich ist. Das kann zum Beispiel bei denkmalgeschützten Gebäuden der Fall sein, wenn geteilte Altbaufenster durch neue Scheiben ohne Teilung ersetzt werden sollen.
Fenster waren früher Wärmelöcher. Deshalb fallen sie in vielen alten Gebäuden eher klein aus. Moderne Verglasungen lassen viel Licht und Sonne hinein, halten die Kälte aber draußen.
Wie gut ein Fenster isoliert, drückt der Uw-Wert aus: Je niedriger der Wert ist, desto weniger Wärme geht verloren. Das U steht für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Das ist der Messwert für den Wärmeverlust bezogen auf Bauteile wie Mauern oder Fenster. Der U-Wert bezeichnet den Wärmestrom in Watt (W), der in einer Stunde durch eine Bauteilfläche von einem Quadratmeter hindurchgeht, wenn der Unterschied zwischen der Innen- und der Außentemperatur ein Grad Celsius beträgt. Der Wert wird als W/m2K (K für Kelvin) angegeben. Bei Fenstern ist vom Uw-Wert die Rede. Das kleine w steht für „window”.
„Die Tür hat die schwerste Arbeit des Hauses”, sagt ein dänisches Sprichwort. Eine Haustür soll abgrenzen, aber nicht abweisen. Ob handgefertigte Einzelstücke oder Fertigprodukte Türen sollen die Fassade verschönern, zugleich witterungsbeständig sein, gut dämmen und vor Einbruch schützen.
Bei Altbauten sollten Sie die ursprünglichen Maße beibehalten, um die Proportion des Hauses zu erhalten. Ist die alte Tür schon vom Vorbesitzer durch eine neue ersetzt worden, können alte Aufnahmen oder Bauzeichnungen helfen, den ursprünglichen Entwurf nachzuempfinden. Sie können auch Türen aus dem ungefähren Entstehungsjahr des Gebäudes einsetzen. Auf Antikmärkten oder im Fachhandel für antike Baustoffe (siehe Internet) kann man manchen „Schatz” entdecken.