Die Grundrissänderung
Nach Montage der Paneele auf der 1. Seite wird eine Hohlraumdämmung eingebracht.
(Quelle: Fermacell)

Manchmal lassen sich Platzprobleme lösen, wenn man die vorhandenen Räume anders – besser – aufteilt. Gehen Sie die Sache in Ruhe an. Spielen Sie eine Weile mit Ihrem Grundriss. Probieren Sie verschiedene Konstellationen aus. Zunächst auf dem Papier. Messen Sie alle Räume genau aus und übertragen Sie das Ergebnis auf Millimeterpapier, am einfachsten 1:100. Manchmal schafft es schon mehr Bewegungsfreiheit für die Familie, die Räume anders zu nutzen, Kinder- und Elternschlafzimmer zu tauschen, eine Wand wegzunehmen oder ein großes Zimmer zu unterteilen. Das lässt sich relativ einfach in Trockenbauweise bewerkstelligen. Mit Gipsplatten bekleidete Ständerwerke verfügen über einen mindestens gleichwertigen Schall- und Wärmeschutz wie gemauerte Massivwände. Außerdem nehmen sie nur wenig Raum weg. Ihre Tiefe beträgt 8 bis 10 cm. Und obendrein kosten sie etwa 25 Prozent weniger als gemauerte Wände.

Aufstockung
Aufstockung bei einem Bungalow der 80er-Jahre...
...zu einem 2-Generationen-Haus.
(Quelle: Baumeister-Haus)

Bei einem Flachdachhaus bietet sich eine Aufstockung geradezu an (sofern sie laut Bauplan möglich ist). Dabei entsteht beträchtlicher Raumgewinn. Ohnehin sind viele Flachdächer nicht hundertprozentig gegen Feuchte und Nässe geschützt, und eine Sanierung hat ihren Preis. Aufsatteln aber kostet in etwa nur doppelt so viel wie die Sanierung, so dass sich die Aufstockung auch rechnerisch lohnt. Hier muss zuerst ein Statiker zu Rate gezogen werden, der weiß, ob die tragenden Wände eine Aufstockung zulassen oder eine andere Konstruktion zu wählen ist.

Darüber gibt die Aufstockung auch Gelegenheit, das Flachdach gegen ein geneigtes Dach auszutauschen, das den Regen schneller abgleiten lässt. Nach der bisher üblichen Bauart dauert es mindestens zwei Tage, bis das Gebäude wieder regensicher wird, nachdem das alte Dach abgetragen wurde. Mit Glück erwischt man eine Schönwetterperiode. Wird hingegen erst das Steildach errichtet und danach das Flachdach entfernt, bleibt garantiert alles trocken.

Wintergarten

Häufig erweitern Hauseigentümer ihren Wohnbereich mit einem Wintergarten Der sollte am besten nach Osten oder Westen ausgerichtet sein. Relativ einfach und schnell lässt sich ein solcher Glaskubus errichten. Trotzdem brauchen Sie auch für einen Wintergarten eine Baugenehmigung. Wie jeder Anbau wird er auf Fundamente gesetzt. Für die Tiefe bestehen unterschiedliche Anforderungen in den Bundesländern. Sie reichen von 80 bis zu 120cm. Die Art des Fundaments hängt vom Boden bzw. Untergrund ab. Sie haben die Wahl zwischen Streifenfundament, Betonstützen oder Fundamentplatten. Auch das ist eine Überlegung wert: Vielleicht sollte der Wintergarten sogar unterkellert werden, damit sich ein weiterer Abstellraum ergibt.

Die Natur ins Haus holen und der Genuss von südländischem Flair sind Ziele der Bauherren.
(Quelle: Finistral)

Wintergärten gibt es in verschiedenen Grundtypen. Eine persönliche Note bekommt ein solcher Anbau durch die Wahl von Material, Form, Farbe und Größe. Ob Sie ihn etwa mit einem Satteldach oder einem Pultdach versehen, ihn vielleicht mit Fenstern ausstatten, Erker- oder Sprossenfenster bevorzugen, sich für Schiebe- oder Falttüren entscheiden, auf jeden Fall verleihen Sie ihm durch Ihre Auswahl einen eigenen Stil. Wenn Sie Ihren Wintergarten im Bausatz-System mit umfangreicher Eigenleistung errichten, sparen Sie Geld. Natürlich muss ein solches Projekt ebenfalls genauestens geplant werden. Besprechen Sie sich eingehend mit einem Fachmann der Branche oder einem Architekten.

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