Die Haustechnik - also Heizung, Sanitär- und Elektroanlagen ist in älteren Gebäuden besonders häufig modernisierungsbedürftig. Und das nicht nur, weil unsere Ansprüche an den Wohnkomfort gestiegen sind. Oft entsprechen die betagten Wasserrohre, Heizungskessel oder Elektroleitungen auch nicht mehr den aktuellen Sicherheitsbestimmungen oder Energiesparvorschriften. Sie sollten diesen Bereich also „auf Herz und Nieren” prüfen und nötige Erneuerungen vornehmen, bevor Sie mit der Renovierung der Wohnräume beginnen. Denn nichts ist ärgerlicher, als feststellen zu müssen, dass hinter den frisch tapezierten Wänden oder unter dem gerade verlegten Boden die Leitungen ausgetauscht werden müssen. Installationen, die Heizung, Wasser und Strom betreffen, sollte auf jeden Fall der Fachmann durchführen.
Das schönste Haus wird seinen Besitzer nicht glücklich machen, wenn es nicht über eine behagliche Raumtemperatur verfügt. Auch wenn Sie das Gefühl haben, die Heizung in Ihrem Altbau läuft gut und die Räume werden warm aus Umweltschutzgründen und um Ihr Portemonnaie zu schonen, sollten Sie auf moderne Technik setzen. Ganz abgesehen davon, dass Sie die Kriterien der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen müssen, denn die gilt auch für Eigentümer älterer Häuser. Darüber hinaus werden Sie sehen, wie schnell die Kosten sich amortisieren, denn Sie werden wesentlich weniger Öl oder Gas benötigen. Obendrein hilft der Staat durch steuerliche Vergünstigungen bzw. Zuschüsse.
Manchmal genügt es schon, bei einer Zentralheizung Heizkessel und Brenner zu ersetzen. Die neuen Modelle erreichen eine
Reduzierung des Verbrauchs von bis zu 20 Prozent. Energie spart man auch, wenn der Kessel in einem beheizten Raum statt im kalten
Keller untergebracht wird. Keine Angst, dass viel beheizte Fläche geopfert werden muss. Die heutigen Kessel sind im Miniformat
erhältlich und erreichen eine maximale Heiz- und Warmwasser-Ausbeute.
Heizkörper
Auch ein neuer Heizkörper hilft natürlich Energie und Geld sparen. Er sollte eine große Oberfläche haben. Je flacher er ist, desto weniger Wasser bewegt er. Dadurch lässt sich neben geringerem Energieverbrauch eine schnellere Temperierung und feinere Regulierung erzielen. Und für Allergiker ganz wichtig: Es gibt Heizkörper mit ganz geringer Luft- bzw. Staubaufwirbelung. Es ist kein Problem, Heizkörper auszutauschen. Austauschmodelle finden Sie in unterschiedlicher Abmessung. Aber selbst eine Sonderanfertigung können Sie im Handel problemlos bestellen.
Am schönsten ist es sicherlich, wenn die elektrischen Leitungen unsichtbar bleiben, also unter Putz verlegt sind. Doch wenn sie auf Wänden und an Türrahmen entlang laufen, sind Sie nicht verpflichtet, Ihr Haus auf den Kopf zu stellen, um eine Unterputzverlegung ausführen zu lassen. Einzig für die Leerrohre, durch die die Leitungen geführt werden, sind Schlitzarbeiten bzw. Stemmarbeiten erforderlich. Planen Sie für jeden Stromkreis ein Leerrohr bzw. einen Kabelkanal. Für die horizontale Ebene ist es am einfachsten, die Kabel in einen Sockelkanal zu legen, der wie eine Fußleiste aussieht. Steckdosen klickt man einfach auf die Leiste.
Das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. empfiehlt für Wohnungen bis 100 m² vier und für Häuser bis 180 m² sechs Beleuchtungs- und Steckdosenstromkreise sowie getrennte Geräte-Stromkreise für Herd, Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner und Heißwassergerät.
Küche, Bad und WC lassen sich mit wohlüberlegten Maßnahmen relativ einfach in moderne, komfortable Räume verwandeln.
Schon die Erneuerung der Fußbodenfliesen bringt enormen optischen Gewinn. Neben den bewährten Fliesen, die sich durch
Beständigkeit und Hygienefreundlichkeit auszeichnen, kommt neuerdings auch Holz zum Einsatz, was durchaus seinen Reiz hat. In jedem
Fall gilt: Planen Sie sorgfältig, bedenken Sie genau, was für Sie wichtig ist und wie sich die Wünsche mit dem zur
Verfügung stehenden Geld realisieren lassen.
Küche
Heute liebt man große Küchen. Ganz früher war das nicht anders. Lediglich zwischendurch, von den 50er bis in die 70er Jahre
hinein, wurde die kleine Küche propagiert und gebaut. Wenn Sie es damit zu tun haben, müssen Sie gute Vorarbeit leisten, genau
überlegen, was unbedingt hineingehört, und wie Sie jeden Quadratzentimeter Raum nutzen können. Wenn Sie auf größere
Umbauarbeiten verzichten, aber trotzdem den zur Verfügung stehenden Raum erweitern wollen, hilft eine vergleichsweise leicht
durchführbare Maßnahme: Entfernen Sie die Wand zwischen Küche und Wohn- bzw. Esszimmer. Dazu braucht es allerdings
fachmännischen Rat vom Architekten oder Statiker. Denn es könnte ein Unterzug oder Stützpfeiler erforderlich werden.
Bad und WC