Ihr Haus bietet nicht genug Platz für die ganze Familie? Vielleicht ist es zu klein, möglicherweise liegt es aber auch nur an der Aufteilung der Räume. Fragen Sie sich und Ihre Angehörigen: Was wollen wir erreichen, worauf kommt es in erster Linie an und wie viel Geld kann investiert werden? Reichen kleine Veränderungen zur Realisierung der Wünsche umso besser.
In alten Häusern sind Keller und Dach nicht immer in gutem Zustand. Auch wenn Sie zu Beginn der Modernisierung Ihres Hauses weder Dachboden noch Kellerräume zum Wohnraum ausbauen wollen, ist eine Sanierung häufig angebracht. Sie erhält oder steigert den Wert Ihrer Immobilie und trägt entscheidend dazu bei, Energie zu sparen. Außerdem schaffen Sie so eine Ausbaureserve, die Sie in einem weiteren Schritt dann für zusätzliche Wohnräume nutzen können.
Die für den Bestand des Hauses wichtige Sanierung des Kellers ist unbedingt erforderlich, wenn die Wände feucht sind. Wurde der
Keller bisher nicht beheizt und nur als Vorrats- und Abstellraum benutzt, ist das wahrscheinlich der Fall. Dann blättert Farbe von den
Wänden oder es finden sich bereits Risse und abgeblätterte Putzschichten im Mauerwerk. Auch außen, am Sockel, können
die Schäden sichtbar sein, abgeblätterter Putz und Salzausblühungen verunstalten die Fassade. Das bedeutet, Wasser ist von
den Seiten oder aus dem Erdreich in das Mauerwerk eingedrungen. Mit ihm gelangen auch die bauschädigenden Salze aus dem Boden in die
Wände. Feuchte Wände gehen an die Bausubstanz! Aber auch für die Gesundheit sind sie eine Gefahr, denn sie bilden einen
guten Nährboden für Pilze, Algen und Bakterien. Der Echte Hausschwamm etwa, ein holzzerstörender Pilz, durchdringt auf seiner
Suche nach Holz auch den Mörtel im Mauerwerk und beeinträchtigt die Stabilität. Manchmal müssen nach Befall von
Hausschwamm sogar Mauerteile ausgetauscht werden.
Ausbau
Um im Keller Wohnräume einzurichten, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Das beginnt mit der lichten Höhe, für die im Schnitt 2,30m verlangt werden. Die Bestimmung variiert ein wenig in den einzelnen Bundesländern. Auch die Fensterflächen müssen den Vorschriften entsprechen und etwa 10 Prozent der Grundfläche eines Raumes ausmachen. Die sonst üblichen Kellerfenster sind nicht erlaubt. Bedenken Sie, dass sich beim Aufbrechen des Mauerwerks für größere Fenster die oberen Geschosse absenken können. Daher muss vor dem Einbau des Fenstersturzes die Kellerdecke abgestützt werden. Die Auflagen für die Höhe und die Fensterflächen gelten nur für Aufenthaltsräume. Von ihnen befreit sind Sauna, Vorrats- und Abstellräume, Flure und Gänge.
Falls Sie das Dach neu decken wollen und das Gewicht größer sein wird, als das der alten Deckung, sollten Sie jeden Sparren
durch einen weiteren oder durch Stahlprofile verstärken. Wenn ein Balken ausgebessert werden soll, muss erst der Statiker oder
Zimmermann prüfen, ob seine Tragfähigkeit gewährleistet bleibt oder wieder hergestellt werden kann. Übrigens: Denken
Sie über den Einsatz von Sonnenenergie nach? Wenn sowieso Arbeiten am Dach anstehen, wäre das ein geeigneter Zeitpunkt für
die entsprechenden Installationen (s. Kap. Haustechnik).
Dachdämmung